Die Schuld des Käufers

Herr Meier kauft das Haus von Frau Schmidt.
Beide unterschreiben einen Vertrag, aus dem hervorgeht, dass Herr Meier das Haus von Frau Schmidt für 100.000 Euro kauft.
Herr Meier schuldet Frau Schmidt, nachdem er den Kaufvertrag unterschrieben hat, also 100.000 Euro.
Würden Sie denken, dass diese Schuld aus dem Nichts entstanden ist?
Natürlich würden Sie das nicht denken, denn die Schuld von Herrn Meier ist ja erst durch den Kauf des Hauses entstanden!
Und er ist diese Schuld auch nur eingegangen, weil er das Haus im Gegenzug erhält.
Leider hat Herr Meier das Geld aber nicht, das er Frau Schmidt jetzt schuldet.
Also geht er zur Bank.
Diese gibt Herrn Meier einen Kredit über 100.000 Euro.
Womit die Bank sich verpflichtet, auf Anweisung von Herrn Meier 100.000 Euro an Frau Schmidt auszuzahlen, wenn gewünscht, auch in bar.
Die Bank hat durch die Kreditvergabe also Schulden von 100.000 Euro, nämlich die von Herrn Meier, übernommen.
Würden Sie denken, dass die Schuld der Bank gegenüber Herrn Meier „aus dem Nichts“ entstanden ist?
Natürlich würden Sie auch das nicht denken, denn Sie wissen natürlich, dass die Bank das an Frau Schmidt ausgezahlte Geld von Herrn Meier wiederbekommt und sich das Haus als Sicherheit geben ließ.
Das „Geld aus dem Nichts“, das Banken nach Meinung der Propagandisten „schöpfen“ können, gibt es nicht.

Geld ist, worauf man Zinsen erhält. (Frau Schmidt)
Kredit ist, worauf man Zinsen bezahlt. (Herr Meier)