Schulden

Auch wenn das Schuldgeldsystem zwingend auf immer neue Schulden angewiesen ist, heißt das noch lange nicht, dass private Schulden ein Naturgesetz sind.
Banken müssen, um Geld in Verkehr bringen zu können, Kredite vergeben.
Sie können Kredite aber nur vergeben, solange sie Kreditnehmer finden.
Diese, vor allem aber deren werthaltige Sicherheiten, werden im Laufe der Zeit knapp.
Wie viele Ihrer Freunde, Bekannten oder Verwandten wohnen im „eigenen Haus“?
Wie viele davon sind schuldenfrei?
Sind Ihr Auto, Ihr Fernseher, Ihr Mobiltelefon bezahlt, oder nur „finanziert“?
Wie tief stecken Sie im Dispokredit?
Und wie lange schon?
Die Liste der alltäglichen Verschuldungsexzesse ist lang.
Spätestens mit der Kreditkarte, dem Kundenkonto beim Onlinehändler, dem Drittkonto bei der Bank und dem privat geleasten Auto sind alle Dämme gebrochen.
Als gäbe es kein Morgen, bauen junge Familien im vollfinanzierte Haus eine Sauna, werden Küchenmaschinen für tausende Euro gekauft und der Kaffee aus winzigen Aluminiumkapseln bereitet, zum Kilopreis von 60 Euro und mehr.
Und das Hamsterrad dreht sich immer schneller.
Weil sie das Geld nicht verstehen, verstehen sie auch nicht ihre Schulden.
Sie verstehen nicht, dass Banken ihnen kein Geld geben, sondern Kredite.
Sie verstehen nicht den Unterschied.
Das ließe sich ändern.
Womit sich alles ändern würde.
Nur, wer will das schon?