Was ist Geld?

Geld ist eine Schuld einer Bank.
Bargeld ist eine Schuld, ein Schuldschein einer Zentralbank.
Buchgeld ist eine Schuld, eine Bargeldschuld einer Zentral- oder Geschäftsbank.

Welche Funktionen hat Geld?

Geld hat folgende Funktionen: Zahlungs-, Tausch- und Wertaufbewahrungsfunktion. Es dient als Wertmassstab und Recheneinheit.

Wie entsteht Geld?

Geld entsteht grundsätzlich dadurch, dass eine Bank sich bereit erklärt, eine Schuld eines Wirtschaftssubjekts zu übernehmen. Eine Bank tritt an die Stelle eines Schuldners.
Anhand des Beispiels eines Liegenschaftskaufs kann man erkennen, dass die Bank die Schuld des Hauskäufers gegen den Hausverkäufer übernimmt: Der Hauskäufer schuldet das Geld nun nicht mehr dem Verkäufer, sondern der Bank, und der Hausverkäufer hat sein Guthaben gegenüber der Bank statt gegenüber dem Käufer. Analoges gilt beispielsweise bei Betriebskrediten: Eine Bank übernimmt die Schuld des Unternehmens gegenüber den Lieferanten. Bei einem Baukredit bezahlt die Bank die Handwerkerrechnungen anstelle des Bauherrn, indem sie seine Schuld übernimmt. Und so weiter.

Die Kernaufgaben von Banken in einem Satz

Eine Geschäftsbank nimmt Vermögenswerte entgegen, die in einer Volkswirtschaft geschaffen wurden, und gibt dafür Schuldanerkennungen (= Buchgeld) heraus; eine Zentralbank nimmt von den Geschäftsbanken Vermögenswerte entgegen, die in der Volkswirtschaft geschaffen und den Banken zur Verfügung gestellt wurden zwecks Beschaffung von Buchgeld, und gibt dafür Schuldanerkennungen (= Buchgeld) oder Schuldscheine (= Bargeld) heraus. Fertig und Punkt.

Die Bank ist eine Geldhändlerin, die halt eben nicht mit Heizöl, Lebensmitteln oder Gartenartikeln handelt, sondern mit Geld.