Geld ist eine Schuld einer Bank

Am Beispiel eines Immobilienkredites lässt sich auch für den Laien leicht nachvollziehen, dass das durch Kreditvergabe neu in Verkehr gebrachte (Buch-) Geld eine Schuld der Bank ist.
Dieses wichtige Detail verschweigen die Propagandisten, die das Märchen von den bösen Banken und der Geldschöpfung aus dem Nichts erzählen.
Warum eigentlich?

    • Der Käufer eines Hauses schuldet dem Verkäufer des Hauses Geld.
    • Da er das Geld nicht hat, kommt die Bank ins Spiel.
    • Diese gibt dem Hauskäufer kein Geld, sondern einen Kredit, und übernimmt dessen Schuld.
    • Der Hauskäufer schuldet jetzt der Bank das als Kaufpreis vereinbarte Geld und nicht mehr dem Hausverkäufer.
    • Die Bank wiederum schuldet jetzt dem Hausverkäufer das als Kaufpreis vereinbarte Geld, weshalb sie es seinem Konto „gut schreibt“.
    • Neues Buchgeld wurde in Verkehr gebracht.
    • Dieses Buchgeld ist eine Schuld der Bank, da sie dem Kontoinhaber Bargeld in gleicher Höhe schuldet und es ihm auf dessen Verlangen auszahlt.

Die Bank konnte neues (Buch-) Geld, das für sie eine Schuld ist, in Verkehr bringen, weil ihr als werthaltige Sicherheit für den Kredit das bereits vorhandene Haus überlassen wurde.
Ohne das Haus gäbe es keinen Kredit.
Ohne den Kredit, der für den Hauskäufer eine Schuld, für die Bank aber ein Guthaben ist, hätte die Bank nicht die Schuld des Hauskäufers gegenüber dem Hausverkäufer übernommen.
Warum sollte sie das auch tun?
Ohne die Schuld der Bank gegenüber dem Hausverkäufer, hätte die Bank diesem nicht den Kaufpreis für das Haus aufs Konto gebucht und hätte somit kein neues (Buch-) Geld in Verkehr gebracht.
Am Ende schuldet die Bank dem Hausverkäufer (Bar-) Geld in Höhe seines Kontostandes.
Das neue (Buch-) Geld auf dem Konto des Hausverkäufers ist eine Schuld der Bank.
Schuldgeld.

(frei nach Oeconomicus criticus)