Geld aus Kredit

Sie interessieren sich für ein zum Verkauf stehendes Haus, haben aber dieses klitzekleine Problem: der bisherige Eigentümer möchte Ihnen das Haus gern verkaufen, nicht aber schenken!
Schließlich hat er sein Leben lang dafür gearbeitet, hat die Maurer bezahlt und die Klempner, hat viel Kraft und sein gesamtes Geld ins Haus gesteckt.
Kein Wunder, dass er jetzt gern seine Arbeit bezahlt und sein Geld zurück haben möchte, bevor er Ihnen die Schlüssel zum Glück überreicht.
Das Problem ist, dass Sie soviel Geld nicht besitzen!
Und so bieten Sie dem guten Mann an, ihm einen Schuldschein auszustellen, mit dem er beweisen kann, dass Sie ihm das Geld fürs Haus schulden.
Und außerdem bieten Sie ihm an, diese Schuld in monatlichen Raten abbezahlen zu wollen.
Wird sich der Verkäufer des Hauses auf Ihren Vorschlag einlassen?
Die Wahrheit ist, dass wir es nicht wissen, denn tatsächlich werden Häuser mitunter auf genau diese Art und Weise verkauft.
Der Käufer des Hauses erhält die Schlüssel dazu und steht dem Verkäufer des Hauses gegenüber solange in der Schuld, bis der Kaufpreis vollständig bezahlt ist.
Der Verkäufer bleibt solange Eigentümer des Hauses, bis die Schuld des Käufers vollständig getilgt ist.
So wenig wir wissen, ob das in Ihrem Fall so funktioniert hätte, so gut wissen wir, dass es das im Regelfall nicht tut.
Spätestens dann, wenn der Verkäufer sich an anderer Stelle ein neues Haus kaufen oder eine Weltreise machen möchte, kann er mit Ihrem Angebot nicht viel anfangen, denn er braucht das zwischen ihm und Ihnen als Kaufpreis ausgehandelte Geld sofort.
Der Volksmund sagt dazu treffend, dass er sein Haus zu Geld machen möchte.
Außerdem kennt der Verkäufer des Hauses Sie doch gar nicht!
Wie kann er wissen, dass er sein Geld tatsächlich von Ihnen erhält?
Wie kann er sicher sein, dass Ihr Schuldschein „etwas wert“ ist?
Er kann es nicht, weshalb Geschäfte dieser Art die Ausnahme sind.
Hier kommt die Bank ins Spiel.