Der Reihe nach

Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie würden 100 Euro in bar auf Ihr Bankkonto einzahlen.
Haben Sie es?
Prima.
Jetzt die alles entscheidende Frage:
Wem gehören jetzt diese 100 Euro (Bar-) Geld?
Ihnen?
Falsch!
Nachdem Sie das (Bar-) Geld bei Ihrer Bank eingezahlt haben, gehört es der Bank!
Sie haben es ihr als Kredit überlassen.
Da Sie es der Bank natürlich nicht schenken wollten, bestätigt diese, dass sie Ihnen jetzt 100 Euro (Bar-) Geld schuldet, indem sie diesen Betrag Ihrem Konto gutschreibt.
Die 100 Euro (Bar-) Geld sind für Sie erst einmal „weg“.
Was Ihnen bleibt, ist ein ANSPRUCH auf 100 Euro (Bar-) Geld gegenüber Ihrer Bank.
Das, was Sie auf Ihrem Kontoauszug sehen, ist sogenanntes „Buchgeld“, erzeugt durch einen einfachen Buchungsvorgang Ihrer Bank.
Natürlich könnten Sie jetzt per Überweisung damit eine Rechnung bezahlen, oder (Bar-) Geld in gleicher Höhe am Geldautomaten abheben.
Schließlich haben Sie ja einen Anspruch auf 100 Euro (Bar-) Geld.
Nur sollten Sie wissen und nie vergessen, dass Ihr Anspruch gegenüber Ihrer Bank, dass also Ihr Guthaben, für Ihre Bank eine Schuld darstellt!
Die Zahl auf Ihrem Konto bringt nichts weiter als die Schuld zum Ausdruck, die Ihre Bank Ihnen gegenüber hat.
Das alles wäre die Erwähnung nicht wert, hätte es nicht umfangreiche Konsequenzen.
Die wichtigste ist ganz sicher, dass die 100 Euro (Bar-) Geld jetzt nicht mehr Ihnen gehören.