Zuviel ist nicht genug

Ein Geldsystem, in dem jeder einzelne gehortete (gesparte) Dollar oder Euro als Schuld von Banken geschaffen wird, hat ständig Bedarf an neuem Geld. Und weil auch das neue Geld nur aus Kredit erzeugt werden kann, braucht das System ständig neue Kreditnehmer. Das ist in einer von Überproduktion gekennzeichneten Welt ein zunehmend unlösbares Problem.
Immer mehr Kreditnehmer, sowohl Produzenten als auch Konsumenten, fallen aus.
Warum sollte sich ein Unternehmen für Investitionen in Produktionsanlagen verschulden, wenn der Markt gesättigt ist?
Warum sollten Konsumenten Kredite nachfragen, wenn sie nichts mehr brauchen oder bereits hoffnungslos überschuldet sind?
Inzwischen kommt noch ein weiteres Problem hinzu:
Eine ständig wachsende Wirtschaft bringt auch Gewinner hervor, also Menschen, denen nach Zahlung aller Zinsen noch Geld bleibt, das sie horten können.
Diese hatten in der Vergangenheit die Erwartungshaltung, dass das „Ersparte“ sich mehr oder weniger durch Zinsen automatisch vermehrt.
Was interessierte da, dass dies ohne Verschuldung eines anderen nicht funktionieren konnte?
Inzwischen gehen weltweit die Schuldner aus, die Folgen für die Systemgewinner werden immer offensichtlicher.
Keine neuen Schuldner, keine neuen Schulden, kein neues Geld, keine Zinsgewinne.
Anstatt der Wahrheit ins Auge zu blicken und den Fehler im System beim Namen zu nennen, überbieten sich die systemtreuen Medien in Konsumentenschelte und untauglichen Ratschlägen.
Ziel ist es, eine Art „Volkssturm des Zentralbankensystems“ zu mobilisieren.
Kauft!
Kauft euch glücklich!
Gebt euer Geld aus!
So der immer aggressiver werdende Grundton der einschlägigen Gazetten.
Aber so wenig Kinder und Greise einen Krieg gewinnen können, so wenig können Omas Sparbuch und Tante Ernas Festgeldkonto das Schuldgeldsystem retten.
Wer sich heute dazu überreden lässt, zusätzliche Risiken einzugehen, um sein Geldvermögen weiter wachsen zu sehen, wird am Ende alles verlieren.
In einem Schneeballsystem sind die Letzten immer die Letzten.
Oder, wie es Lawrence Mc Donald, Ex Vizepräsident von Lehman Brothers, formulierte: „Der Letzte, der am Tresen steht, ist immer der Besoffenste.“
Und so werden die Gierigen dieser Welt sich eines nicht so fernen Tages die Frage gefallen lassen müssen, ob sie wirklich nicht gemerkt haben, welches Spiel gespielt wurde?
Und ob zu viel nicht bereits genug war?!
Allerdings können sie zumindest letzterer Frage gelassen entgegen sehen.
In einem Zentralbankensystem mit Zins und Zinseszins ist zuviel noch lange nicht genug!