Geld ohne Ende

Derzeit haben Crash-Propheten Hochkonjunktur.
Spätestens mit dem Bestseller „Der größte Crash aller Zeiten“, sollte doch nun auch dem letzten Menschen auf Erden klar sein, dass eine Krise nie gekannten Ausmaßes unmittelbar bevorsteht!
Oder?
Tatsache ist, dass die Welt derzeit in Geldvermögen auf der einen, und Schulden auf der anderen Seite zu ertrinken scheint.
Während die Schulden der meisten Menschen unaufhörlich und exponentiell wachsen, erhöhen sich die Guthaben einiger weniger im gleichen Tempo.
Wer wollte daran zweifeln, dass dieses Spiel irgendwann enden muß?
Spätestens mit dem letzten Kreditnehmer, den man in Schulden bringen konnte, muß das Schuldgeldsystem doch zusammenbrechen!
So die zwingend erscheinende Logik der Untergangsanalysen.
Was diese übersehen, ist ein Marktteilnehmer, der sich theoretisch unbegrenzt verschulden, und somit ebenso unbegrenzt Geld in Verkehr bringen kann: die Zentralbank.
Im Zusammenspiel mit dem Staat, der immer neue Anleihen an die Zentralbank verkauft, kann diese theoretisch bis zum jüngsten Tag Geld drucken und in Verkehr bringen.
So gesehen sind die Bedenken, dass irgendwann einmal kein neues Geld mehr in Verkehr gebracht werden könnte, welches für das Überleben des Schuldgeldsystem zwingend notwendig ist, unbegründet!
Es wird nie, nie und nochmals nie am Geld mangeln!
Wo also ist das Problem tatsächlich?
Das Problem ist wieder einmal der Mensch selbst.
Denn so sicher die Zentralbank leistungslos entstehendes Geld in unbegrenztem Maße in Verkehr bringen kann, so sicher wird dieses Geld einer im Verhältnis zur eigenen Größe immer kleineren Menge realer Werte gegenüber stehen!
Diese Tatsache muß und wird früher oder später in einer Inflation des Geldes münden.
Erst kaum spürbar, dann mit immer größerer Geschwindigkeit, werden die Preise steigen.
Kommt diese Tatsache im Bewusstsein der Menschen an, wird das Vertrauen ins Geld zunehmend erodieren.
Und schließlich in einer Weigerung münden, wertlos gewordenes Geld als Bezahlung für eigene Leistungen oder Werte zu akzeptieren, was eine Hyperinflation und damit dem Zusammenbruch des Geldsystems zur Folge hat.
Und so endet die Allmacht der Zentralbank, unendlich viel Geld drucken zu können, genau an dem Tag, an dem die Menschen dieses Geld nicht mehr akzeptieren.
Wenn Ihnen jemand erzählt, diesen Tag bereits heute zu kennen, dann sollten Sie das hinterfragen, auch wenn diesmal der aller, aller, aller größte Crash aller Zeiten vor der Tür steht…