Ansichtssache

Eines der gewichtigsten Argumente derer, die sich für eine Wohnimmobilie verschulden, ist der Verweis auf die beständig steigenden Mieten.
Meist geht dieser Verweis mit der Bemerkung einher, dass man die Miete ja schließlich verlieren würde, während man durch Zahlungen an die finanzierende Bank „Eigentum“ bilden würde.
Diese Sicht ist falsch.
Spätestens dann, wenn man den korrekten Begriff „Mietzins“ verwendet, wird deutlich, dass auch eine Miete im Wesentlichen nichts anderes ist, als die Verzinsung von Kapital.
Während der Mieter den Zins auf das Kapital zahlt, das der Vermieter investiert hat, zahlt der Käufer einer Immobilie den Zins auf das von der Bank per Kredit in Verkehr gebrachte Geld, zuzüglich eines Betrages, welcher der Tilgung seiner Schuld dient.
Letztendlich wird der Käufer so zum „Sparen“ durch Tilgung gezwungen.
Menschen, die nicht selbst auf ihr Geld aufpassen können, mögen das als Vorteil sehen.
Nur sollten diese im Auge behalten, dass ihr „Sparschwein“ jeden einzelnen Tag älter und reparaturbedürftiger wird.