Bedingungsloses Grundeinkommen

Da wir jetzt an diesem Punkt angelangt sind, wo der Zinsaufwand einen grossen Teil des BIP wegfrisst und dementsprechend die Armut steigt, wo die weltweite Verschuldung bizarrste epische Ausmasse angenommen hat, haben gewisse interessierte Kreise den „Stein der Weisen“ gefunden. Sie schlagen vor, ein „Bedingungslosen Grundeinkommen“ (BGE) auszuteilen.
So verlockend das auch klingen mag: Es ist offensichtlich, dass das keine Lösung sein kann.
Nicht bloss, weil ein BGE den Moral-Hazard begünstigt (wer will da noch arbeiten, wenn die gebratenen Tauben vom Himmel fallen?), nein, insbesondere weil Wohlstand nur durch Produktion entstehen kann!
Niemand kann Geld, nicht einmal Gold, essen und davon satt werden.
Wird das BGE durch Geld drucken finanziert, steigt einerseits die Staatsverschuldung, anderseits schwindet die Kaufkraft des Geldes massiv.
Somit sind sowohl Mittelstand als auch Rentner und Arme am meisten betroffen und der „Mehrwert“ durch das BGE wird vernichtet.
Wird das BGE hingegen durch Umlage finanziert, also z.B. durch Erhöhung der Mehrwertsteuer, werden die Arbeitenden geschröpft und teilentmündigt.
Die Grundbedarfsartikel werden massiv teurer, sodass auch da Rentner und Arme mit einer schmerzhaften Einbusse ihres Lebensstandards zu rechnen haben.
Unnötig, da noch zu mutmassen, wer wohl die Profiteure wären.
Die Kaufkraft des Geldes wird auch bei Umlage mit einiger Verzögerung leiden, da weniger Waren produziert werden.
Das Bedingungslose Grundeinkommen ist nicht bloss eine Mogelpackung, sondern es fordert eine Umverteilung zu Lasten des Mittelstands.
Umverteilung aber bedeutet immer Zwangsenteignung und somit Diebstahl.

Autor: Oeconomicus criticus