Blankokredite

Selbstverständlich kann eine Bank auch Blankokredite erteilen.
Verluste aus denselben schlagen aber voll auf ihr Eigenkapital durch, weshalb sie damit sehr vorsichtig umgeht und dementsprechend auch einen hohen Zins verlangt.
Sie kann auch Kredit auf zukünftige Lohnforderungen (Abtretungserklärung) oder erwartete Unternehmensgewinne gewähren, oftmals wird dafür die Hinterlegung von Aktien gefordert.
Gewisse Kredite fallen nicht unter die Rubrik „gesichert“, obwohl sich die Bank abgesichert hat, wie z.B. durch Bürgschaften, (Kapital-)Lebensversicherungen usw..
Die Banken vergeben ungesicherte, also Blankokredite sehr zurückhaltend und ungern.
Der Anteil ist natürlich je nach Bank und deren Risikobereitschaft unterschiedlich.
Man kann auch Wertschriften (Lombardkredite) oder Edelmetalle usw. verpfänden. Für ungesicherte Kredite gibt es auch extra Banken, nämlich z.B. Kleinkreditinstitute (welche oftmals Restschuldversicherungen verlangen). Für Unternehmens-start-ups gibt es Risikokapitalgesellschaften usw..
Bei ungesicherten Betriebskrediten wird u.a. ein Businessplan gefordert und die Erfolgschancen des Betriebes abgeschätzt, wobei die Unternehmerpersönlichkeit und deren Qualifikation und Fähigkeiten eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Quelle: Oeconomicus criticus