Schuldenschnitt

Im Zusammenhang mit der drohenden Zahlungsunfähigkeit des griechischen Staates werden oft die Begriffe „Schuldenschnitt“ und „Haircut“ bemüht, letzterer gern von „Analysten“, die so ihre Expertise unter Beweis stellen wollen. Beide meinen das Gleiche, nämlich einen teilweisen Schuldenerlass Griechenlands. Während einige sogenannte Fachleute einen solchen für unverzichtbar halten, wettern andere lauthals dagegen und sehen darin einen Verstoß gegen die Regeln.
Ich gehöre zu denen, die einen „Schuldenschnitt“, also einen teilweisen oder vollständigen Schuldenerlass ALLER Schuldner innerhalb des bestehenden Schuldgeld- Systems für unverzichtbar, ja sogar für unvermeidlich halten.
Ohne einen solchen KANN das exponentielle Wachstum von Schulden in einer endlichen Welt nicht beendet werden!
Spätestens dann, wenn alle dinglichen Werte der Erde, alle Bodenschätze und natürlichen Ressourcen bei den Profiteuren des Systems als „Sicherheiten“ hinterlegt bzw. deren Eigentum sind, werden nicht einmal diese sich am Zusammenbruch des Systems stören: das Einzige, was zusammenbricht, ist ein riesiges Kartenhaus, die globale Lüge.
Die Verlierer des Schuldgeld-Systems werden diejenigen sein, die an den „Wert“ des Geldes geglaubt und nicht erkannt haben, dass ihre Schulden es waren, die wertloses Papier und Zahlen im Computer zu  Zahlungsmitteln machten.