Ich will mich nicht daran gewöhnen

Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass wenige Menschen soviel Geld besitzen, wie der Rest der Welt.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass immer und überall Geld fehlt, während die Reichen darin schwimmen.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass die größten und schönsten Häuser der Städte Banken gehören.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass Regierungen sich Geld gegen Zins leihen und dafür Völker in Schulden versinken.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass Kinder verhungern und Menschen versklavt werden.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass die Erde verbraucht wird.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass Deutschland Waffen in Krisenregionen liefert und Soldaten in Kriege schickt.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass Männer, Frauen und Kinder, die vor Bomben und Hunger fliehen, Menschen zweiter Klasse sind.
Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass über Menschen in sozialer Not verächtlich geredet wird.
Ich will mich nicht daran gewöhnen.

(frei nach Christoph Sieber, Kabarettist)